Fahreignung nach Schlaganfall: Welche Tests wirklich helfen
2025-06 | OTJR: Occupational Therapy Journal of Research | Vander Veen A et al.
Zusammenfassung
Diese systematische Übersichtsarbeit untersuchte evidenzbasierte Testverfahren zur Beurteilung der Fahreignung nach Schlaganfall und prüfte, wie gut verschiedene Bevölkerungsgruppen in der Forschung vertreten sind. Der Stroke Driver's Screening Assessment und der Trail Making Test-B erwiesen sich als die zuverlässigsten Vorhersageinstrumente für die Fahrtauglichkeit. Gleichzeitig stellten die Forschenden fest, dass Frauen, Menschen unter 55 Jahren und Personen aus einkommensschwachen Ländern in Studien deutlich unterrepräsentiert sind.
Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2025 im Fachjournal OTJR: Occupational Therapy Journal of Research. Verfasst von Vander Veen A et al.. Originaltitel: „Screening Fitness to Drive After Stroke Across Demographic Subgroups: A Systematic Review“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1177/15394492251344518 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Autofahren, Fahreignung, Kognitive Tests und Alltagsrehabilitation.
Was bedeutet das für Betroffene?
Wieder Auto fahren zu können ist für viele Betroffene ein wichtiges Zeichen der Selbständigkeit. Diese Studie hilft zu verstehen, welche Tests vor einer Fahrprüfung sinnvoll sind. Betroffene sollten das Thema früh in der Rehabilitation mit ihrem Ergotherapeuten besprechen.
Kritische Einordnung
Die Studie ist eine Übersichtsarbeit ohne eigene Patientendaten. Die meisten eingeschlossenen Studien stammen aus Ländern mit Rechtsverkehr und Automatikfahrzeugen, was die Übertragbarkeit auf österreichische Verhältnisse einschränkt.
Originalstudie
Screening Fitness to Drive After Stroke Across Demographic Subgroups: A Systematic Review
Vander Veen A et al., OTJR: Occupational Therapy Journal of Research (2025-06)
DOI: 10.1177/15394492251344518