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Depression nach Schlaganfall: Psychotherapie wirkt auch ohne Medikamente

2025-08 | Clinical Rehabilitation | Shi D et al.

DepressionPsychotherapieKognitive VerhaltenstherapieMeta-Analyse

Zusammenfassung

Diese systematische Übersichtsarbeit untersuchte 17 Studien mit 1.297 Schlaganfall-Überlebenden zur Wirksamkeit nichtmedikamentöser Therapien bei Depression nach Schlaganfall. Kognitive Verhaltenstherapie zeigte die stärkste kurzfristige Wirkung auf depressive Symptome (SMD: -0,63). Auch motivierende Gesprächsführung, Achtsamkeitsübungen und körperliche Aktivität wurden untersucht. Die Daten stammen aus zehn Datenbanken und wurden bis Februar 2025 erhoben.

Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2025 im Fachjournal Clinical Rehabilitation. Verfasst von Shi D et al.. Originaltitel: „Effectiveness of non-pharmacological interventions for post-stroke depression in stroke survivors: A systematic review with meta-analysis“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1177/02692155251345126 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Depression, Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie und Meta-Analyse.

Was bedeutet das für Betroffene?

Depression betrifft etwa ein Drittel aller Schlaganfall-Betroffenen und wird oft nicht ausreichend behandelt. Diese Studie zeigt, dass psychologische Verfahren wie kognitive Verhaltenstherapie wirksam helfen können, auch ohne zusätzliche Medikamente. Das ist besonders relevant für Betroffene, die bereits viele Medikamente einnehmen.

Kritische Einordnung

Nur zwei der 17 Studien hatten ein geringes Verzerrungsrisiko. Die Wirkung war vor allem kurzfristig nachgewiesen, Langzeitdaten fehlen weitgehend. Die hohe Heterogenität der Studien (I2=81%) schränkt die Aussagekraft ein.

Originalstudie

Effectiveness of non-pharmacological interventions for post-stroke depression in stroke survivors: A systematic review with meta-analysis
Shi D et al., Clinical Rehabilitation (2025-08)
DOI: 10.1177/02692155251345126

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