← Alle Studien

Gedankengesteuerte Reha: Hirn-Computer-Schnittstelle verbessert Armfunktion nach Schlaganfall

2024-06 | Med (Cell Press) | Wang A et al.

Hirn-Computer-SchnittstelleMotorikTechnologie

Zusammenfassung

Diese große multizentrische Studie aus China untersuchte an 17 Kliniken, ob ein Hirn-Computer-Schnittstellen-Training (BCI) die Armfunktion nach ischämischem Schlaganfall verbessern kann. 296 Patienten wurden zufällig in eine BCI-Gruppe (n=150) und eine Kontrollgruppe (n=146) eingeteilt. Nach einem Monat zeigte die BCI-Gruppe eine deutlich stärkere Verbesserung der Armfunktion (FMA-UE: +13,2 vs. +9,8 Punkte, p=0,0045). Die Technik nutzt Gehirnströme, um durch Vorstellung von Bewegungen die Rehabilitation zu unterstützen.

Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2024 im Fachjournal Med (Cell Press). Verfasst von Wang A et al.. Originaltitel: „Rehabilitation with brain-computer interface and upper limb motor function in ischemic stroke: A randomized controlled trial“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1016/j.medj.2024.02.014 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Hirn-Computer-Schnittstelle, Motorik und Technologie.

Was bedeutet das für Betroffene?

Für Betroffene mit eingeschränkter Armfunktion bietet diese Technologie einen neuen Ansatz: Allein durch das Vorstellen von Bewegungen kann das Gehirn trainiert werden. Das BCI-Training ergänzt die klassische Rehabilitation und zeigt messbare Vorteile.

Kritische Einordnung

Die Studie war nicht verblindet (open-label), was die Ergebnisse beeinflussen könnte. BCI-Geräte sind derzeit noch nicht flächendeckend in Rehakliniken verfügbar und die Langzeitwirkung über einen Monat hinaus wurde nicht untersucht.

Originalstudie

Rehabilitation with brain-computer interface and upper limb motor function in ischemic stroke: A randomized controlled trial
Wang A et al., Med (Cell Press) (2024-06)
DOI: 10.1016/j.medj.2024.02.014

Verwandte Studien