Sexuelle Gesundheit nach Schlaganfall: Empfehlungen für Fachpersonal
2025-05 | Stroke | Dusenbury W et al.
Zusammenfassung
Diese Übersichtsarbeit im renommierten Journal Stroke behandelt das Thema sexuelle Gesundheit nach Schlaganfall und gibt Empfehlungen für Gesundheitsfachkräfte. Sexuelle Funktionsstörungen betreffen rund 60 Prozent aller Schlaganfall-Betroffenen, werden aber im klinischen Alltag selten angesprochen. Die Autorinnen fordern umfassende Sexualerziehung, die neurologische Behinderungen berücksichtigt, sowie strukturierte, kulturell sensible Rehabilitationsprogramme in der Nachsorge.
Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2025 im Fachjournal Stroke. Verfasst von Dusenbury W et al.. Originaltitel: „Sexual Health After a Stroke: A Topical Review and Recommendations for Health Care Professionals“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1161/STROKEAHA.124.044723 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Sexualität, Lebensqualität, Empfehlungen und Rehabilitationspraxis.
Was bedeutet das für Betroffene?
Sexualität nach dem Schlaganfall ist ein Tabuthema, über das weder Betroffene noch Ärzte gerne sprechen. Diese Arbeit macht deutlich, dass sexuelle Gesundheit ein wichtiger Teil der Rehabilitation sein sollte. Betroffene können dieses Thema aktiv bei ihren Behandlern ansprechen.
Kritische Einordnung
Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit mit Empfehlungen, nicht um eine klinische Studie mit neuen Patientendaten. Die vorgeschlagenen Programme wurden noch nicht in größeren randomisierten Studien getestet. Kulturelle Unterschiede zwischen Ländern wurden nur oberflächlich behandelt.
Originalstudie
Sexual Health After a Stroke: A Topical Review and Recommendations for Health Care Professionals
Dusenbury W et al., Stroke (2025-05)
DOI: 10.1161/STROKEAHA.124.044723