Therapie muss nicht in einem Behandlungsraum stattfinden. Beim Physiotherapeutischen Wandern wird die Bewegung in der Natur mit gezielten Übungen verbunden. Geht in einem angenehmen Tempo, an passenden Stellen wird Halt gemacht und ein paar Übungen werden eingebaut.
Was dabei trainiert wird
Wirbelsäulenmobilisation und Stabilisation, Balanceübungen, Kräftigungsübungen. Das Programm wird an die Gruppe und das Wetter angepasst. Es geht nicht um Leistung, sondern um Bewegung mit Sinn.
Für wen das passen kann
Das Angebot ist präventiv. Man braucht keine Verordnung dafür. Eingeladen sind Wanderfreund:innen genauso wie Anfänger:innen. Kleine Gruppe, persönlicher Rahmen.
Für Schlaganfall-Betroffene in der Spätphase, die wieder im Alltag mobil sind und draußen aktiv sein möchten, kann das eine sinnvolle Ergänzung zur regulären Therapie sein. Wer noch früh in der Reha ist oder unsicher mit dem Gehen, sollte vorher mit Therapeut:in oder Ärzt:in absprechen, ob das passt.
Wer das anbietet
Geleitet werden die Touren von Claudia Pöchacker, zertifizierte Wanderführerin. Begleitet wird sie von Golden Retriever Finja.
- Website: https://www.poechacker.at - Kontakt: claudia@poechacker.at
Was mir daran gefällt
Therapie nach Schlaganfall ist oft drinnen. Vier Wände, Matte, Übungsmaterial. Bewegung in der Natur ist etwas anderes. Frische Luft, andere Untergründe für die Balance, Gespräche unterwegs, Hund dabei. Das kann den Kopf anders entspannen als die hundertste Wiederholung im Therapieraum.
Und: einen vorgegebenen Rahmen mit jemandem, die weiß, was Übungen sollen, und gleichzeitig die Verantwortung für Tempo und Sicherheit hat. Das nimmt die Hürde, sich allein in die Natur zu trauen.
Quelle
Beschreibung des Angebots auf neurotherapeutinnen.at: https://neurotherapeutinnen.at/physiotherapeutisches-wandern/