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Blutdruck senken, Schlaganfall verhindern: Sekundärprävention wirkt

2001-09 | The Lancet | PROGRESS Collaborative Group

BlutdruckSekundärpräventionRezidivMeilenstein

Zusammenfassung

PROGRESS war die erste große Studie, die bewies, dass Blutdrucksenkung nach einem Schlaganfall das Risiko für einen erneuten Schlaganfall deutlich reduziert. 6.105 Patienten mit Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte erhielten entweder den ACE-Hemmer Perindopril (teilweise mit dem Diuretikum Indapamid) oder Placebo. Nach 4 Jahren hatte die Behandlungsgruppe 28% weniger Schlaganfälle. Besonders eindrucksvoll: Die Kombination aus beiden Medikamenten senkte das Risiko sogar um 43%. Dieser Nutzen galt unabhängig davon, ob der Blutdruck zu Beginn erhöht war oder nicht.

Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2001 im Fachjournal The Lancet. Verfasst von PROGRESS Collaborative Group. Originaltitel: „Randomised Trial of a Perindopril-Based Blood-Pressure-Lowering Regimen Among 6105 Individuals with Previous Stroke or Transient Ischaemic Attack“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1016/S0140-6736(01)06178-5 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Blutdruck, Sekundärprävention und Rezidiv.

Was bedeutet das für Betroffene?

Dank PROGRESS gehört die Blutdruckmedikation heute zur Standardbehandlung nach jedem Schlaganfall. Wenn dir nach dem Schlaganfall Blutdrucksenker verschrieben werden, ist das keine reine Blutdruck-Behandlung. es ist aktive Prävention gegen einen weiteren Schlaganfall.

Kritische Einordnung

Die Studie zeigte den größten Nutzen bei der Kombination aus zwei Medikamenten; der ACE-Hemmer allein war weniger überzeugend. Zudem waren vorwiegend Patienten aus Asien und Australien eingeschlossen, was Fragen zur Übertragbarkeit aufwarf. Nachfolgestudien wie SPS3 und RESPECT-ESUS bestätigten aber das Prinzip der konsequenten Blutdrucksenkung.

Originalstudie

Randomised Trial of a Perindopril-Based Blood-Pressure-Lowering Regimen Among 6105 Individuals with Previous Stroke or Transient Ischaemic Attack
PROGRESS Collaborative Group, The Lancet (2001-09)
DOI: 10.1016/S0140-6736(01)06178-5

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