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Statine nach Schlaganfall: Cholesterinsenker als Schutzschild

2006-08 | New England Journal of Medicine | Amarenco P et al.

StatineSekundärpräventionCholesterinMeilenstein

Zusammenfassung

SPARCL untersuchte, ob hochdosiertes Atorvastatin (80 mg täglich) nach einem Schlaganfall oder einer TIA das Risiko für einen erneuten Schlaganfall senkt. 4.731 Patienten ohne bekannte Herzerkrankung wurden randomisiert und über 5 Jahre beobachtet. Das Ergebnis: 16% weniger Schlaganfälle und 35% weniger Herzinfarkte in der Statin-Gruppe. Erstmals wurde gezeigt, dass Statine speziell für Schlaganfall-Patienten einen Nutzen haben -- unabhängig von einer Herzerkrankung.

Veröffentlicht wurde die Studie im Jahr 2006 im Fachjournal New England Journal of Medicine. Verfasst von Amarenco P et al.. Originaltitel: „High-Dose Atorvastatin after Stroke or Transient Ischemic Attack“. Die Originalpublikation ist über den DOI 10.1056/NEJMoa061894 dauerhaft auffindbar. Thematische Schwerpunkte: Statine, Sekundärprävention und Cholesterin.

Was bedeutet das für Betroffene?

Dank SPARCL gehören Statine heute zur Standardmedikation nach Schlaganfall. Selbst wenn dein Cholesterin nicht besonders hoch ist, können Statine dein Risiko für einen weiteren Schlaganfall oder Herzinfarkt senken. Viele Patienten nehmen nach einem Schlaganfall dauerhaft ein Statin ein.

Kritische Einordnung

Es gab einen leichten Anstieg hämorrhagischer Schlaganfälle in der Statin-Gruppe, was bei Patienten mit Hirnblutung als Erstursache Vorsicht gebietet. Der Gesamtnutzen überwog aber klar. Nachfolgende Analysen und die TST-Studie (2020) bestätigten, dass aggressive Cholesterinsenkung nach Schlaganfall sinnvoll ist.

Originalstudie

High-Dose Atorvastatin after Stroke or Transient Ischemic Attack
Amarenco P et al., New England Journal of Medicine (2006-08)
DOI: 10.1056/NEJMoa061894

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